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Galaxy S26: Samsung kehrt zur Dual-Chip-Strategie zurück

Mittlerweile ist es ziemlich sicher: Samsung plant beim Galaxy S26 die Rückkehr zur regionalen Dual-Chip-Strategie. Nach drei Jahren ausschließlicher Snapdragon-Nutzung in der S-Serie seit dem Galaxy S23 wird das Unternehmen wieder geografisch differenzieren.

Die Verteilung laut aktuellen Leaks und Benchmark-Listings: Das Galaxy S26 Ultra erhält weltweit den Snapdragon 8 Elite Gen 5 für Galaxy. Das Standard-S26 und S26 Plus bekommen in den USA ebenfalls Snapdragon. Europa, Asien und andere Regionen erhalten den Exynos 2600.

Laut südkoreanischen Berichten wird der Snapdragon in etwa 70% aller Galaxy S26-Geräte zum Einsatz kommen. Der Exynos deckt die verbleibenden 30% ab.

Kostenersparnis von 200 bis 300 Millionen Dollar

Samsung spart 20 bis 30 Dollar pro Gerät, wenn die System LSI Division den Exynos 2600 an die Mobile-Sparte liefert statt Qualcomms Snapdragon zu kaufen.

Bei geschätzten 10 Millionen Exynos-betriebenen S26-Geräten entspricht das einer Gesamtersparnis von 200 bis 300 Millionen Dollar. Diese Summe fließt nicht in niedrigere Endkundenpreise, sondern steigert die Marge. Schade. 😉

Exynos 2600 schließt Performance-Lücke

Frühere Exynos-Generationen hatten messbare Performance-Nachteile: schlechtere GPU-Leistung, höhere Temperaturen und kürzere Akkulaufzeit im Vergleich zu Snapdragon-Modellen. Die aktuellen Benchmark-Daten zum Exynos 2600 zeigen aber endlich etwas ganz anderes.

Im Ray-Tracing-Benchmark von Basemark erreichte das Galaxy S26 mit Exynos 2600 8.262 Punkte. Das Honor Magic 8 Pro mit Snapdragon 8 Elite Gen 5 kam auf 7.527 Punkte. Der Exynos ist damit 9 bis 10 Prozent schneller im Ray-Tracing.

Im Geekbench 6 Vulkan-Benchmark liegt der Exynos 2600 bei 27.478 Punkten, der Snapdragon bei 27.875 Punkten. Die Differenz von 1,4 Prozent ist statistisch vernachlässigbar und eine praktisch identische GPU-Performance.

Samsung nutzt für den Exynos 2600 den weltweit ersten 2nm Gate-All-Around (GAA) Fertigungsprozess. Die GAA-Technologie umschließt den Gate-Elektroden komplett um den Silizium-Kanal und reduziert Leckströme um 30 bis 40 Prozent. Samsung verspricht 39 Prozent höhere CPU-Performance im Vergleich zum Exynos 2500.

Bild: Samsung

Qualcomm nutzt Samsung-Fertigung für eigene Chips

Der Exynos 2600 dient gleichzeitig als Technologie-Demonstration für Samsung Foundry’s 2nm-Prozess.

Qualcomm hat bereits bestätigt, dass Samsung eine 2nm-Version des Snapdragon 8 Elite Gen 5 fertigen wird. Allerdings voraussichtlich für die Galaxy Z Fold 8 und Z Flip 8 Foldables, nicht für die S26-Serie. Samsung reserviert dafür 10 Prozent der Produktionskapazität seiner S3-Anlage in Hwaseong für Qualcomm.

Das ist kein Widerspruch: Samsung verkauft Fertigungskapazität an Qualcomm und reduziert gleichzeitig die eigene Abhängigkeit von Qualcomm-Chips durch Exynos-Einsatz.

Galaxy S26: Offizielle Vorstellung später im Monat erwartet

Die offizielle Vorstellung der Galaxy S26-Serie wird später im Monat am 25. Februar beim Galaxy Unpacked Event in San Francisco erwartet. Bis dahin bleibt die finale Chip-Verteilung spekulativ. Die Benchmark-Daten und Leak-Muster deuten aber klar auf die regionale Dual-Chip-Strategie hin.

Der internationale Verkaufsstart der Galaxy S26-Reihe soll kurz darauf am 11. März beginnen. Dann werden wir auch wissen, wie gut der Exynos 2600 sich unter Realbedingungen im Galaxy S26 schlägt. Wir bleiben gespannt und halten euch über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden.

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