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Samsung Display baut OLED-Kapazitäten für Apples erstes Foldable aus

Samsung Display erweitert wohl seine OLED-Produktion für Apples erstes faltbares iPhone. Die Investitionen fließen ins A4-Werk in Asan, Südkorea, wo Samsung die TFT-Verarbeitungslinien ausbaut. Apple hat sein Produktionsziel offenbar angehoben: Samsung liefert 10 Millionen faltbare OLED-Panels für 2026.

Laut ETNews prüft Samsung Display gerade zusätzliche Investitionen in Backplane-Prozesse, speziell für Thin-Film-Transistor-Linien (TFT). Sobald die finale Investitionssumme feststeht, beginnen die Ausgaben im zweiten Quartal 2026.

Samsung Display liefert als exklusiver Partner alle OLED-Panels für Apples erstes faltbares Gerät. Die Branche rechnete ursprünglich mit 6 bis 8 Millionen Einheiten, doch Apple plant jetzt rund 10 Millionen Geräte im ersten Jahr.

Massenproduktion beginnt im Juni 2026

Die Massenproduktion der Panels für das erste iPhone Fold beginnt im Juni 2026. Samsung Display hat die Ausrüstung komplett aufgebaut und alle Vorbereitungen abgeschlossen.

Die Produktionslinie im A3-Werk in Asan schafft jährlich rund 15 Millionen 7-Zoll faltbare OLED-Panels. Samsung bedient damit die gestiegene Nachfrage, doch die geplante Erweiterung im A4-Werk deutet drauf hin: Apple erwartet für 2027 weiteres Wachstum.

Samsung rechnet mit einem deutlichen Anstieg der OLED-Nachfrage, falls Apple 2027 ein zweites Foldable rausbringt. Beide Generationen laufen dann parallel, was die benötigten Panel-Mengen erheblich steigert.

Apple treibt den Foldable-Markt an

Apples Einstieg wird den Foldable-Markt pushen. Laut TrendForce steigt die Marktdurchdringung faltbarer Smartphones von 1,6% in 2025 auf über 3% bis 2027, getrieben durch Apple.

Das Produktionsziel von 10 Millionen Einheiten zeigt Apples Vertrauen ins Produkt. Ein Branchenvertreter (Quelle) beschreibt das wie folgt:

„Apple hat viele loyale Kunden. Beim ersten faltbaren Phone setzt Apple darauf, hohe Erwartungen direkt in Verkäufe umzumünzen.“

Bild: Samsung

Kolon Industries kommt als PI-Film-Lieferant ins Spiel

Mit der Entscheidung für transparenten Polyimid-Film rückt Kolon Industries als Zulieferer in den Fokus. Das südkoreanische Unternehmen gehört zu den führenden Herstellern von PI-Filmen für Display-Anwendungen.

Samsung Display nutzte PI-Film schon beim ersten Galaxy Fold 2019, damals noch ohne UTG. Später wechselte Samsung zu UTG-Covern mit PET-Film als Schutzschicht. Apple greift jetzt die ältere PI-Technologie auf und kombiniert sie mit UTG für eine hochwertigere Materialkomposition.

Timeline für die Kapazitätserweiterung

Samsung Display prüft intern gerade die Investitionsentscheidung. Nach Abschluss der Prüfung beginnen die Kapitalausgaben im zweiten Quartal 2026. Die Erweiterung im A4-Werk konzentriert sich auf TFT-Verarbeitungslinien für die Backplane-Prozesse in foldable OLED-Panels.

Die Massenproduktion der Panels im A3-Werk startet planmäßig im Juni 2026. Den Launch des ersten iPhone Fold plant Apple für Ende 2026. Für 2027 steht schon ein zweites Modell an, beide Versionen laufen dann parallel.

Foldables verlassen die Nische

Mit Apples Markteintritt ändert sich die Wahrnehmung von Foldables. Was bisher Nischenprodukt war, wird jetzt zur echten Produktkategorie im Premium-Segment. Samsung Display profitiert als exklusiver Lieferant, trägt aber gleichzeitig das Risiko der hohen Vorabinvestitionen.

Samsung investiert jetzt schon in zusätzliche Kapazitäten. Das zeigt Vertrauen in Apples Strategie und ins Wachstumspotenzial des Foldable-Marktes.

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