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Samsung Display liefert wohl OLED-Panels für Apple iMac 2029

Apple hat bei Samsung Display und LG Display Panel-Muster für einen OLED iMac angefragt. Der Launch soll 2029 oder 2030 kommen. Samsung bereitet gerade 220 PPI-Muster auf seiner QD-OLED-Linie vor und liegt technisch klar vorn.

Überraschend ist das nicht. Ab Sommer 2026 liefert Samsung als alleiniger Partner die OLED-Panels für das MacBook Pro. 2-3 Millionen Stück pro Jahr. Diese Partnerschaft läuft bereits und sie dürfte Samsung einen massiven Vorteil verschaffen, wenn es um den iMac-Auftrag geht.

Samsungs QD-OLED ist produktionsreif

Samsung setzt auf 5-Stack QD-OLED, die schon in Massenproduktion läuft. Mit fünf Schichten organischem Material erzielen diese Panels: 1,3-fach bessere Lichtausbeute und doppelte Lebensdauer im Vergleich zu 4-Stack-Systemen.

Samsung erreicht damit bis zu 37% höhere wahrgenommene Helligkeit bei Farben. Auf dem Datenblatt sehen die Weiß-Luminanz-Werte manchmal schlechter aus, aber das täuscht. Dazu kommt: Samsung hat neue Inkjet-Ausrüstung von SEMES installiert. Die schafft 30% höhere Pixeldichten. Genau das, was Apple für den iMac braucht.

LG hat ein Zeitproblem

LG Display entwickelt gerade seine eigene 5-Stack W-OLED-Struktur. Die soll die Nachteile der Farbfilter ausgleichen. Problem: Die Technologie ist noch nicht produktionsreif.

Die Timeline spricht eine klare Sprache: LG kann brauchbare Samples liefern. Samsung ist mit der Serienreife aber deutlich früher dran. Bei der Ausbeute sieht es ähnlich aus: Samsung holt über 70% aus der 8.6-Gen OLED-Produktion raus, in Testläufen geht die Quote Richtung 80%. LG muss diese Zahlen erst noch erreichen.

Auf der COMPUTEX 2025 hat Samsung schon gezeigt, wo die Reise hingeht: Ein 27-Zoll 5K QD-OLED-Prototyp mit 220 PPI. Das Panel war spürbar heller als die 27-Zoll 4K QD-OLED-Displays, die aktuell auf dem Markt sind. Einfach durch die höhere Pixeldichte.

Apples Anforderungen für den OLED iMac

Apple will 600 nits Helligkeit und 218-220 PPI für den 24-Zoll OLED iMac. Zum Vergleich: Die aktuellen LCD-Modelle schaffen 500 nits. Die Pixeldichte soll bei der bewährten 4.5K Retina-Auflösung bleiben.

Der echte Sprung passiert woanders: OLED bringt ein massiv besseres Farbvolumen und praktisch unendlichen Kontrast. Samsung kann diese Specs heute schon liefern. LG arbeitet noch daran.

Warum Apple trotzdem bei beiden Herstellern anfragt

Apple fragt bei beiden Herstellern an, obwohl Samsung technisch vorn liegt. Wer Apple kennt, wundert sich nicht. Mehrlieferanten-Strategie gehört zum Standard, gerade bei kritischen Komponenten wie Displays.

Die Logik dahinter: Lieferketten-Absicherung und bessere Verhandlungsposition beim Preis. Bis 2029 oder 2030 könnte LG theoretisch aufholen. Aber bei dem Rückstand könnte es schwierig werden.

Samsung Display hat drei Trümpfe in der Hand: Die MacBook Pro-Partnerschaft läuft schon. Die Technologie ist massenproduktionsreif. Die Ausbeute-Quoten liegen deutlich höher. Dass Samsung auch den iMac-Auftrag bekommt, ist mehr als wahrscheinlich.

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