Der Exynos 2700 ist erstmals mit einem CPU-Test in der Geekbench-Datenbank aufgetaucht. Der Test vom 8. April 2026 liegt mehr als ein Jahr vor dem erwarteten Launch im Galaxy S27 Anfang 2027. Die Modellnummer lautet S5E9975. Die Benchmark-Werte von 2.603 Punkten (Single-Core) und 10.350 Punkten (Multi-Core) liegen dabei deutlich unter dem aktuellen Exynos 2600.
Entdeckt hat den Eintrag @yabhishekhd. Das Testgerät hatte 12 GB RAM und lief unter Android 17. Die schwachen Werte sagen wenig über die finale Performance aus. Frühe Engineering-Muster haben praktisch immer niedrigere Taktraten und dementsprechend schlechtere Benchmark-Ergebnisse. Samsung testet in dieser Phase vor allem Stabilität und thermisches Verhalten.
Technische Details: Deca-Core-Konfiguration mit gedrosselten Taktraten
Spannend ist die CPU-Konfiguration: Der Exynos 2700 nutzt eine Deca-Core-Architektur mit 1-4-1-4 Cluster-Layout. Die insgesamt 10 Kerne arbeiten dabei mit Geschwindigkeiten zwischen 2,30 GHz und 2,88 GHz mit einer Basis-Frequent von 2,40 GHz.
Zum Vergleich: Der Exynos 2600 kommt mit seinem Prime Core auf bis zu 3,80 GHz. Fast 1 GHz weniger klingt erstmal nach weniger Leistung. Gedrosselte Taktraten sind bei frühen Mustern aber völlig normal. Samsung optimiert jetzt noch die Architektur, Performance-Rekorde kommen später.
Zeit dafür ist genug da: Laut der koreanischen Publikation Hankyung startet die Massenproduktion erst in der zweiten Jahreshälfte 2026. Bis zum Launch im ersten Quartal 2027 im Galaxy S27 hat Samsung also über ein Jahr, um am Chip zu feilen.

SF2P-Prozess: Samsung setzt auf zweite Generation 2nm-Fertigung
Gefertigt wird der Exynos 2700 im SF2P-Prozess, Samsungs zweite Generation der 2nm-GAA-Technologie. Was das bringen soll: 12% höhere Taktraten, 25% bessere Energieeffizienz und 8% kleinere Die-Fläche gegenüber der ersten 2nm-Generation.
Stichwort Energieeffizienz. Der aktuelle Exynos 2600 hat dort einige Probleme: 30W Spitzenlast bei Benchmarks und 28% kürzere Akkulaufzeit im Vergleich zum Snapdragon 8 Elite Gen 5 im Galaxy S26. Genau diese Schwächen will Samsung mit dem 2700er ausmerzen.
Aus der Fertigung kommen gute Signale: Samsung hat beim SF2P-Prozess die 70%-Yield-Schwelle geknackt. Das ist ein wichtiger Meilenstein, der zeigt, dass die Produktion läuft.
Deutlich mehr Exynos in der S27-Serie
Beim Einsatzplan setzt Samsung wohl auf eine breitere Verteilung: Der Exynos 2700 soll in etwa 50% der Galaxy S27-Modelle stecken. Das heißt: S27 und S27+ bekommen eventuell in praktisch allen Märkten den Exynos, nur das S27 Ultra dürfte weltweit mit Snapdragon laufen. Hier gilt: Die Informationen sind noch nicht sicher. Samsung könnte den Exynos 2700 auch erstmals zumindest teilweise im Ultra-Modell verbauen.
Grundsätzlich würde dieses Vorgehen gut zu Samsungs Ankündigung passen, in Zukunft deutlich mehr auf die hauseigenen Exynos-Prozessoren zu setzen. Wie sagt man so schön: Time will tell.
Bei der GPU setzt Samsung wieder auf AMD: Die Xclipse 970 basiert erneut auf RDNA-Architektur. Wie die finale Konfiguration aussieht und was der Chip tatsächlich leistet, werden wir in den nächsten Monaten sehen.











