Samsung fährt beim Galaxy Z Fold 8 Wide wohl vorerst eine vergleichsweise zurückhaltende Linie. Eingangs sollen nur 1 Million Einheiten produziert werden, beim Standard Galaxy Z Fold 8 hingegen sind es 3,5 Millionen.
Was bedeutet das? Samsung behandelt das Wide-Modell mit seinem 4:3-Seitenverhältnis nicht als Haupt-Produkt unter den Foldables für 2026. Die wirklichen Zugpferde beim kommenden Unpacked-Event sind und bleiben demnach das Galaxy Z Fold 8 und das Galaxy Z Flip 8.
Galaxy Z Fold 8 Wide Produktion: Niedriger als erwartet, höher als TriFold
1 Million Einheiten klingen nach viel. Für ein neues Flaggschiff-Format ist das aber eher wenig. Das experimentelle Galaxy Z TriFold wurde bisher mit gerade mal 30.000 Stück produziert. Das Wide-Modell bewegt sich also in einer Grauzone: Mehr als ein reines Experiment, weniger als ein Massenprodukt.
Samsung tastet sich also ran. Statt mit einem breiten Format sofort Vollgas zu geben, wird erstmal getestet, wie der Markt reagiert. Auch als Marktführer geht man hier kein unnötiges Risiko ein. Gestaffelte Markteinführungen sind die Devise.
Reaktion auf Apple als treibende Kraft
Warum überhaupt ein Wide-Modell? Die Antwort lautet: Apple. Das erwartete iPhone Fold für Ende 2026 oder 2027 wird vermutlich mit einem tablet-ähnlichen Formfaktor kommen. Samsung schwenkt deshalb von den extrem schmalen Cover-Displays früherer Generationen zu einem deutlich breiteren Format um.
Die Rechnung: Produktvielfalt schlägt Fokus. Samsung wird dieses Jahr gleichzeitig drei unterschiedliche Foldable-Designs anbieten: Standard Fold 8, Wide und Flip 8. Kein Konkurrent fährt aktuell ein so breites Portfolio.
Trotzdem bleibt Samsung vorsichtig. Die niedrigen Produktionszahlen fürs Wide-Modell sagen: Wir probieren etwas Neues, aber die Cashcows bleiben erstmal Standard Fold und Flip. Auf die kann man sich verlassen, die bringen verlässlich Umsatz.

Marktanteile unter Druck
In den USA dominiert Samsung mit 51% Marktanteil bei Foldables. Motorola hat 44%, Google mickrige 5%. Analysten warnen aber: Ein iPhone Ultra (Fold) könnte Samsungs Dominanz brutal beenden. Ihr Anteil würde auf 29% fallen, Apple käme sofort auf 46%.
Das Unpacked-Event in London ist deshalb vom Timing her ziemlich passend gewählt. Samsung verteidigt dort seine Position bei faltbaren Geräten, bevor Apple überhaupt Foldables verkauft.
Kalkulierte Vorsicht statt Innovation um jeden Preis
Die geschätzten Produktionszahlen zeichnen ein klares Bild von Samsungs Risikostrategie. Das bewährte Design beim Fold 8 und Flip 8 sind sozusagen der sichere Hafen. Neue Formate werden dosiert eingeführt: Wide mit 1 Million, TriFold mit 30.000 Stück. Wobei das Galaxy Z TriFold tatsächlich eher als Marktexperiment zu werten war.
Die relativ niedrige Startproduktion fürs Wide-Modell macht Sinn. Samsung kann testen, wie Kunden reagieren, ohne auf Bergen von unverkauften Geräten sitzenzubleiben. Wenn es gut läuft, wird hochskaliert. Läuft es schlecht, hält sich der Schaden in Grenzen.
Das Galaxy Z Fold 8 Wide ist keine halbherzige Sache. Es ist eine kalkulierte Wette in einem Markt, der vor einer grundlegenden Verschiebung steht, sobald Apple einsteigt.










