Samsung hat das Galaxy S26 Ultra bereits offiziell vorgestellt. Was jetzt erst vor Kurzem klar geworden ist: Die gesamte S26-Serie setzt auf UFS 4.0 Flash-Speicher obwohl UFS 4.1 seit Anfang 2025 verfügbar ist. In den Wochen vor dem Launch war die Erwartung groß, dass Samsung hier upgraden würde. Ist so aber nicht passiert.
Jetzt stellt sich die Frage: Macht das wirklich einen Unterschied?
Der Performance-Unterschied ist da, aber du wirst ihn nicht spüren
UFS 4.0 schafft schon jetzt Lesegeschwindigkeiten von 4.200 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von 2.800 MB/s. Das reicht locker für alles, was du täglich auf dem Smartphone machst: Apps öffnen, zwischen Tasks wechseln, Fotos speichern.
UFS 4.1 kommt mit vier Verbesserungen: Host-Initiated Defragmentation, dynamische Cache-Größen-Anpassung, schnellere Fehlerkorrektur und QLC-Flash-Unterstützung. Klingt nach viel. Aber die Maximalgeschwindigkeit? Bleibt bei 4,2 GB/s, genau wie bei UFS 4.0.
Wenn du dir echte Vergleichswerte anschaust, siehst du das Problem: Das OnePlus Ace3 mit UFS 4.0 kopiert eine 11,2GB-Datei sieben Sekunden schneller als das OnePlus 12R mit UFS 3.1. Von UFS 4.0 zu 4.1? Du würde man grob geschätzt vielleicht ein, zwei Sekunden rausholen. Mehr nicht. UFS 4.0 bremst dich also nirgendwo aus.
UFS 4.0: Die Entscheidung war preisgetrieben
Das S26 Ultra kostet bei uns UVP 1.449 Euro, genauso viel wie das S25 Ultra letztes Jahr. Samsung hat den Preis nicht angehoben. Das S26 und S26 Plus sind dagegen teurer geworden.
Bei UFS 4.0 zu bleiben hat Samsung wahrscheinlich geholfen, die Kosten im Griff zu halten. UFS 4.1 kostet in der Produktion mehr. Wäre Samsung auf 4.1 gegangen, hätte der Preis vermutlich nicht bei 1.449 Euro bleiben können.
Die Rechnung von Samsung: Lieber den Preis halten und Premium-Performance liefern, als für ein kaum spürbares Upgrade draufzuschlagen.

Die UFS 5.0-Perspektive: Samsung überspringt UFS 4.1
JEDEC hat vor kurzem UFS 5.0 vorgestellt. Samsung sagt, dass UFS 5.0 bis 2027 in Smartphones kommen kann. Der neue Standard verspricht die doppelte Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit gegenüber UFS 4.0.
Samsung testet das intern bereits Es sieht so aus, als könnte das Unternehmen UFS 4.1 einfach auslassen und direkt auf UFS 5.0 beim Galaxy S27 setzen. Das wäre ein richtiger Sprung nach vorn und kein Mini-Upgrade.
UFS 4.1 ist im Grunde eine leicht verbesserte 4.0-Version. Keine neue Generation. Samsung scheint sich das Zwischenupgrade zu sparen und direkt auf den nächsten großen Standard zu warten.
Das war eine rationale Entscheidung von Samsung
Samsung könnte UFS 4.1 verbauen. Die Entscheidung war keine technische Notwendigkeit, sondern in meinen Augen pure Strategie.
UFS 4.0 reicht momentan völlig aus für alles, was man eben so mit seinem Smartphone macht. Ein Upgrade auf 4.1 wäre im Alltag fast unsichtbar geblieben. Dafür wäre der Preis gestiegen. Samsung hat sich anders entschieden: Preis halten und auf UFS 5.0 vorbereiten.
Die Frage sollte nicht sein, ob Samsung upgraden hätte sollen. Sondern: Wäre ein kaum merkbares Upgrade einen höheren Preis wert gewesen? Ich sage nein.











