Die ersten Screenshots aus One UI 9 sind aufgetaucht und was da in der Einstellungen-App passiert, ist durchaus spannend. Samsung räumt gründlich auf: Weniger visuelles Chaos, aufgeräumtere Strukturen, Icons, die endlich zusammenpassen.
Die Bilder wurden von SammyGuru veröffentlicht und auf den ersten Blick mögen die Änderungen klein wirken, aber wenn man genauer hinschaut, sieht man: Hier wurde an vielen Ecken gleichzeitig gedreht.
One UI 9 baut auf Android 17 auf und die Entwicklung läuft im Hintergrund bereits auf Hochtouren. Interessant: Der erste Firmware-Build (BZC5) für die Galaxy S26-Serie war schon im März 2026 auf Samsungs Servern zu finden. Die öffentliche Beta startet vermutlich Ende Mai oder Anfang Juni, die finale Version startet dann voraussichtlich im Juli 2026 auf den neuen Foldables
Das zeigen die One UI 9 Screenshots
Samsung hat in mehreren Bereichen der Einstellungen geschraubt. Am auffälligsten: Etliche Beschreibungstexte unter den Optionen sind einfach weg. Das Prinzip dahinter: Reduzierung der kognitiven Belastung. Anstatt jeden Menüpunkt mit erklärenden Texten vollzupacken, setzt Samsung auf Icons, die für sich sprechen und auf eine klarere Informationshierarchie.
Cognitive Load Reduction ist in der UX-Welt ein bewährtes Konzept und die Basis davon ist recht simpel:
Die kognitive Gesamtbelastung – also der geistige Aufwand, der für die Nutzung einer (in diesem Fall) App erforderlich ist – beeinflusst, wie leicht Nutzer Inhalte finden und Aufgaben erledigen können.
Es sieht also ganz stark danach aus, als würde Samsung versuchen, dieses Konzept in One UI 9 noch besser umzusetzen.
Das zeigen die geleakten Screenshots im Detail:
- Light/Dark Mode zeigt jetzt vollständige Telefon-Vorschauen statt halber Displays
- App-Listen werden alphabetisch in Sektionen gruppiert
- Einstellungs-Icons wechseln zu einheitlich runden Formen
- Die kleinen Previews verschwinden aus der App-Übersicht



Android 17 als Basis bereits stabil
Android 17 hat im März Platform Stability erreicht. Das heißt konkret: Alle APIs stehen fest, das Fundament ist stabil. Samsung kann also ohne ständige Anpassungen an der Basis weiterbauen, was vermutlich erklärt, warum die Entwicklung diesmal so flott läuft.
Android 17 zwingt Apps auf Geräten mit größerem Display außerdem zur besseren Anpassung. Das Developer-Opt-out für Orientierungs- und Größenänderungen gibt es nicht mehr. Samsung passt die Einstellungs-App deshalb auch gezielt an Tablets und Foldables an, was bei der wachsenden Zahl dieser Geräte durchaus Sinn macht.
One UI 9: Keine riesigen Design-Sprünge zu erwarten
One UI 8.5 bringt größere visuelle Neuerungen. One UI 9 geht höchstwahrscheinlich einen anderen Weg: Feinschliff statt großer Würfe. Zum Beispiel: Dickere Slider für Helligkeit und Lautstärke, bunte Wellenform-Animationen im Lockscreen Media Player. Gezielte und kleine Anpassungen also, keine größere Neugestaltung.
Mit One UI 9 wird der Fokus viel eher auf dem System, neuen Features, Optimiereungen und dem neuen Android 17 liegen. Das Redesign für die Einstellungen passt daher zu den ersten Vermutungen zu One UI 9. Samsung bleibt seiner Designphilosophie treu.
Ein wichtiger Hinweis: Die Screenshots, die SammyGuru geteilt hat, stammen aus der sehr frühen Entwicklung von One UI 9. Bis zur finalen Version im Sommer 2026 wird sich wahrscheinlich noch einiges ändern. Von daher ist das, was wir hier bereits sehen können nicht in Stein gemeißelt.










