Die Galaxy S26 Serie verkauft sich deutlich besser als das Vorgängermodell. Laut Counterpoint Research liegt das Verkaufsplus in den ersten sechs Wochen nach Marktstart bei 13% im Vergleich zum Galaxy S25. Samsung konnte seine gesamten Smartphone-Verkäufe um 5% gegenüber dem Vorjahr steigern.
Interessant: Während die USA und Südkorea kräftig zulegten, blieb die S26 Serie in China und Japan hinter dem Galaxy S25 zurück.
USA mit 29% Wachstum: Galaxy S26 Ultra dominiert
Die USA verzeichneten in den ersten drei Wochen ein Wachstum von 29%. Was dabei besonders auffällt: 71% aller US-Käufer entschieden sich für das Galaxy S26 Ultra. Drei von vier verkauften Geräten waren das Top-Modell.
Samsung hat die Preise geschickt angepasst. Das Basis-S26 und das S26 Plus wurden teurer, wodurch der Preisabstand zum Ultra deutlich schrumpfte. Wer ohnehin 900 Euro für ein Smartphone ausgibt, für den werden die 200 Euro Aufpreis fürs Ultra-Modell plötzlich attraktiver. AT&T und T-Mobile verstärkten diesen Effekt mit aggressiven Carrier-Deals, die das Ultra bei Trade-in oder Vertragsverlängerung massiv vergünstigten.
Das Privacy Display gab es nur beim Ultra. Dieses Alleinstellungsmerkmal half, den Abstand zu den günstigeren Modellen zu rechtfertigen.
Europa: Stabile Preise führen zu starker Ultra-Nachfrage
In Europa wählte Samsung einen anderen Ansatz. Die Preise blieben stabil, keine Erhöhungen im Vergleich zum Galaxy S25. Das zahlte sich aus, besonders in wirtschaftlich angespannten Zeiten.
Das Galaxy S26 Ultra erreichte in Europa den höchsten Anteil, den jemals ein Ultra-Modell innerhalb der Galaxy S Serie hatte. Die Rechnung ging auf: Premium-Smartphones finden auch in Europa weiterhin viele Käufer, wenn die Preise nicht willkürlich nach oben korrigiert werden.
Schwächere Performance in China und Japan
China und Japan sind eine andere Geschichte. Dort verkaufte sich die Galaxy S26 Serie schwächer als das Galaxy S25. Xiaomi, OPPO und vivo haben in ihren Heimatmärkten deutlich an Boden gewonnen.
Die asiatischen Hersteller kennen ihre Märkte besser und reagieren schneller auf lokale Präferenzen. Dazu kommt ein knallharter Preiskampf, bei dem Samsung nur schwer mithalten kann.

Verkaufstempo nach Woche sechs rückläufig
Sujeong Lim, Associate Director bei Counterpoint, wies auf einen wichtigen Punkt hin: Nach Woche sechs fiel das Verkaufstempo der S26 Serie hinter das des Galaxy S25 zurück. Die frühen Käufer, Vorbesteller und Enthusiasten sind durch, jetzt beginnt die eigentliche Bewährungsprobe.
Ob Samsung das Momentum ohne Launch-Promotions und Carrier-Subventionen halten kann, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Die ersten sechs Wochen profitierten von Angeboten, die in dieser Form nicht dauerhaft laufen werden.
Galaxy S26 Serie: Großer Erfolg mit regionalen Unterschieden
15% Wachstum klingt erst mal stark. Aber dieser Erfolg kam nicht von selbst. Samsung hat gezielt an verschiedenen Stellschrauben gedreht: Preisgestaltung angepasst, regionale Strategien differenziert. Die Ultra-Dominanz in den USA und Europa macht deutlich, wohin die Reise geht. Das Premium-Segment steht im Fokus, die günstigeren Modelle dienen vor allem als Einstieg.
Die größte Herausforderung bleiben die regionalen Unterschiede. Was in westlichen Märkten gut funktioniert, verläuft in Asien im Sand. Wettbewerber vor Ort setzen Samsung dort massiv unter Druck.
Die nächsten Wochen werden zeigen, wie nachhaltig dieser Erfolg ist. War es ein Launch-Phänomen, getrieben von zeitlich begrenzten Aktionen? Oder kann Samsung das Niveau halten? Die ersten sechs Wochen liefen gut. Woche sieben läuft bereits.









