Die globale Version des Samsung Galaxy S26 ist auf Geekbench aufgetaucht. Die Benchmark-Ergebnisse zeigen, wie sich Samsungs hauseigener Exynos 2600 gegen die Snapdragon-Konkurrenz schlägt.
Das Galaxy S26 und S26 Plus werden voraussichtlich in Europa, Korea und Indien mit dem Exynos 2600 ausgeliefert. Das Galaxy S26 Ultra erhält ausschließlich den Snapdragon 8 Elite Gen 5. Für dich als deutschsprachigen Nutzer heißt das: Du bekommst dein Galaxy S26 oder S26 Plus höchstwahrscheinlich mit Exynos 2600.
CPU-Performance: Auf Augenhöhe mit Snapdragon
Das Galaxy S26 Basismodell erreichte im Geekbench-Test 3.336 Punkte im Single-Core und 11.369 Punkte im Multi-Core. Diese Werte liegen auf dem Niveau des Snapdragon 8 Elite Gen 5. Samsung hat die CPU-Leistung gegenüber dem Exynos 2500 um 39% gesteigert.
Der Exynos 2600 nutzt eine Deca-Core-CPU mit Tri-Cluster-Architektur:
- 1x Prime-Core mit 3,8 GHz
- 3x Performance-Cores mit 3,26 GHz
- 6x Efficiency-Cores mit 2,76 GHz
Der erste 2nm-Chip in einem Smartphone
Der Exynos 2600 ist der weltweit erste 2nm-Chipsatz in einem kommerziellen Smartphone. Samsung nutzt seinen eigenen 2nm GAA-Prozess (Gate-All-Around).
Damit schlägt Samsung nicht nur Qualcomm, sondern auch Apple und MediaTek beim Übergang zur 2nm-Fertigung. Das ist ein technischer Meilenstein, der die Bedeutung dieses Chips für Samsung unterstreicht.
GPU: AMD RDNA4 debütiert im mobilen Segment
Die Xclipse 960 GPU im Exynos 2600 nutzt AMDs RDNA4-basierte MGFX4-Architektur. Das ist das erste Mal, dass RDNA4 in einem Smartphone-Chipsatz erscheint.
Im GPU-Benchmark erreichte das Galaxy S26 27.478 Punkte in Vulkan. Das liegt nahe an den üblichen ~25.000 Punkten des Snapdragon 8 Elite Gen 5. Für Exynos-GPUs ist das ein gewaltiger Fortschritt.
Samsung verspricht gegenüber dem Exynos 2500:
- Doppelte Rechenleistung
- 50% schnellere Raytracing-Performance
Die Taktfrequenz liegt bei 980 MHz statt der ursprünglich erwarteten 999 MHz. Trotz niedrigerer Frequenz soll die RDNA4-Architektur die Leistung deutlich steigern.


Heat Path Block: Die Antwort auf das Überhitzungsproblem
Samsung hat einen neuen Heat Path Block (HPB) eingeführt. Das System optimiert den Wärmeübertragungspfad und ermöglicht eine effizientere Wärmeabfuhr während anspruchsvoller Aufgaben.
Das adressiert direkt die historische Schwachstelle früherer Exynos-Chips. Überhitzung war bei Exynos-Modellen in der Vergangenheit ein wiederkehrendes Problem.
Konsistente GPU-Benchmark-Ergebnisse deuten auf Zuverlässigkeit hin
Das Galaxy S26 Plus wurde mehrfach auf Geekbench (OpenCL) getestet. Die Ergebnisse blieben stabil und bewegen sich konstant im Bereich von circa 25.000 Punkten im OpenCL Score.
Die Konsistenz der Werte über verschiedene Tests hinweg ist ein positives Signal. Samsung hat offenbar echte Fortschritte bei der Stabilität gemacht.
Da es sich um Pre-Release-Daten handelt, repräsentieren diese Zahlen nur einen Ausgangspunkt. Wie die Daten dann wirklich aussehen, wird sich erst nach dem Release zeigen, wenn die Geräte erste echte Tests unter Normalbedingungen durchlaufen haben.
Weitere technische Details aus den Benchmarks
Die Geekbench-Einträge zeigen zusätzliche Spezifikationen:
- 12 GB RAM im getesteten Modell
- Android 16 als Betriebssystem
- One UI 8.5 vorinstalliert
- Speicheroptionen starten bei 256 GB (keine 128-GB-Version)
Samsung holt mit dem Exynos 2600 auf
Die Benchmark-Ergebnisse zeigen, dass Samsung mit dem Exynos 2600 endlich auf Augenhöhe mit Qualcomm angekommen ist. Die CPU-Performance liegt im Bereich des Snapdragon 8 Elite Gen 5, die GPU-Leistung nähert sich deutlich an.
Der 2nm-Prozess und die AMD RDNA4-GPU sind technische Meilensteine, die Samsung als Chipentwickler positionieren. Der Heat Path Block adressiert das größte Problem früherer Exynos-Generationen.
Ob der Exynos 2600 in der täglichen Nutzung tatsächlich mit dem Snapdragon mithalten kann, werden erst Tests nach dem Launch zeigen. Die Benchmark-Daten sind aber ein vielversprechender Ausgangspunkt.











