Samsung hat die Details zum Februar 2026 Sicherheitspatch für Galaxy-Smartphones und -Tablets veröffentlicht. Das Update behebt insgesamt 37 Sicherheitslücken – 25 davon stammen von Google für das Android-Betriebssystem, 12 hat Samsung selbst entwickelt. Das ist ein deutlicher Rückgang: Der Januar-Patch behob noch 55 Schwachstellen.
Der Rollout startet in den kommenden Tagen für erste Geräte und sollte dann Schritt-für-Schritt auf weitere Galaxy-Smartphones und –Tablets kommen.
Alle 25 Android-Schwachstellen als hochkritisch eingestuft
Google klassifiziert alle 25 Android-Fixes im Februar-Update als hohes Sicherheitsrisiko. Das bedeutet: Jede einzelne dieser Lücken hätte potenziell schwerwiegende Auswirkungen auf deine Nutzerdaten oder die Systemintegrität haben können.
Die Forschung zeigt: Fast 60% aller Datenpannen wären mit besserem Update-Management vermeidbar gewesen. Nicht-aktualisierte Systeme sind hauptsächlich für Cyberangriffe verantwortlich. Das unterstreicht die Bedeutung zeitnaher Sicherheitsupdates wie dem Februar-Patch.
Samsungs Fixes setzen bei Knox Guard & Biometrie an
Die Samsung-spezifischen Fixes adressieren Schwachstellen in mehreren kritischen Bereichen:
- Notfallfreigabe
- Knox Guard Manager
- Samsung Dialer (Telefon-App)
- Einstellungen-App
- Gesichts- und Fingerabdruck-Authentifizierungssysteme
Besonders interessant: Mit wachsendem Einsatz von Knox Guard in Unternehmen ist auch ein Anstieg ausgeklügelter Hacking-Versuche zu verzeichnen, die darauf abzielen, den Service zu deaktivieren oder zu umgehen. Knox Guard verfügt über eingebaute Selbstdiagnosemechanismen, die kontinuierlich auf Anzeichen abnormalen Verhaltens oder Integritätsverletzungen überwachen.
Die Korrekturen zeigen unter anderem Samsungs Fokus auf Unternehmenskunden. Knox ist ein zentrales Differenzierungsmerkmal gegenüber anderen Android-Herstellern im Business-Segment.

Biometrische Sicherheit wird immer bedeutsamer
Die Februar-Korrekturen für biometrische Systeme kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Anfang 2025 aktivierte Google Identity Check für Android 15+, das Biometrie-Nutzung für bestimmte Aktionen außerhalb vertrauenswürdiger Orte erfordert. Später im Jahr wurde dieser Schutz auf alle Features und Apps ausgeweitet, die den Android Biometric Prompt nutzen.
Das bedeutet: Banking-Apps von Drittanbietern und Google Password Manager profitieren jetzt automatisch von der zusätzlichen Sicherheit durch Identity Check.
Aber biometrische Authentifizierung bleibt ein herausfordernder Bereich. Selbst die besten Systeme können durch ein “Close-Match” getäuscht werden. Wenn beispielsweise ein Angreifer ein Stück Kaugummi auf einen Fingerabdrucksensor legen kann und es Zugriff auf das Gerät gewährt basierend auf Rückständen auf dem Sensor, ist das ein einfacher Angriff, der auf jedem anfälligen Gerät durchgeführt werden kann. Gut, dass Samsung wohl in diesem Bereich eingreift und verbessert.
7 Jahre Support für Sicherheitsupdates
Seit Januar 2024 erweitert Samsung den Sicherheitsupdate-Support für Galaxy-Geräte auf bis zu 7 Jahre.
Monatliche, vierteljährliche und halbjährliche Firmware-Sicherheitsupdates umfassen Patches für Android-OS-bezogene Sicherheitsprobleme von Google sowie Patches für Samsung-spezifische Sicherheitsprobleme.
Der Februar 2026 Patch zeigt: Samsung operiert in hoher Frequenz ohne Qualitätsverlust. Die proaktive Kommunikation vor dem eigentlichen Rollout signalisiert Offenheit und gibt dir sowie IT-Administratoren Planungssicherheit.
Dein Galaxy-Gerät dürfte das Update in den kommenden Wochen erhalten – abhängig von Modell und Region.











