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Galaxy AI: Samsung integriert Perplexity als zweiten KI-Agenten

Samsung hat offiziell angekündigt, Perplexity als zweiten KI-Agenten in die kommende Galaxy S26-Serie und weitere Galaxy-Geräte zu integrieren. Das klingt zunächst nach einer weiteren App-Partnerschaft, ist es aber nicht. Die Zusammenarbeit geht deutlich tiefer: Perplexity erhält denselben umfassenden Systemzugriff wie Google Gemini und wird als vollwertiger KI-Assistent direkt ins Betriebssystem eingebunden.

Die Integration erfolgt auf Systemebene, was bedeutet: Zugriff auf das gesamte Betriebssystem, Multi-Step-Tasks im Hintergrund und die Kontrolle verschiedener Agenten, ohne dass du ständig zwischen Apps hin- und herwechseln musst. Du sollst in Zukunft zwischen verschiedenen KI-Assistenten wählen können und diese für unterschiedliche Aufgaben einsetzen. Perplexity wird über den Sprachbefehl „Hey Plex“ aktivierbar sein, genau wie Gemini über die Seitentaste.

Multi-KI-Strategie als Antwort auf Nutzerverhalten

Samsung begründet diesen Schritt mit konkreten Zahlen (von Samsung gemessen) aus dem Nutzerverhalten: 8 von 10 Nutzern verwenden bereits mehrere KI-Assistenten in ihrem Alltag. Einer für die Suche, ein anderer für kreative Arbeit, vielleicht noch ein dritter für weitere Aufgaben.

Das Problem: Auf Smartphones bedeutet das bisher ständiges App-Wechseln mit nervigem Kontextverlust. Genau diese Reibung will Samsung angehen.

Won-Joon Choi, President und COO der Mobile eXperience Business bei Samsung Electronics, bringt es auf den Punkt. Galaxy AI soll als:

„Orchestrator funktionieren, der verschiedene Formen von KI in ein einziges, natürliches, kohäsives Erlebnis zusammenbringt“.

Technische Umsetzung über Bixby

Wie das konkret aussieht, zeigt bereits die aktuelle One UI 8.5 Beta 5: Perplexity treibt hier die Bixby-AI-Assistenten an und liefert deutlich detailliertere, kontextbezogene Antworten als bisher.

Ein Beispiel: Bei Wetterfragen gibt dir das System jetzt praktische Empfehlungen wie „Pack lieber eine Jacke ein“, basierend auf Perplexitys Echtzeit-Suchfähigkeiten. Interessant dabei: Das Perplexity-Logo erscheint nur dezent am unteren Rand der Abfrageergebnisse. Die meisten Nutzer dürften gar nicht merken, dass nicht Bixby selbst die Antwort liefert, sondern Perplexity im Hintergrund arbeitet.

Die Integration erstreckt sich über Samsung Notes, Uhr, Galerie, Reminder, Kalender und ausgewählte Drittanbieter-Apps. Das ist technisch durchaus anspruchsvoll und hebt Samsung von oberflächlichen KI-Implementierungen ab.

Bild: Samsung

Google Gemini bleibt primärer Partner

Trotz der Perplexity-Integration stellte Samsung explizit klar, dass Gemini weiterhin Nummer 1 bleiben wird. Die duale Partnerschaft dient laut Samsung vor allem dazu, dir als Nutzer mehrere KI-Agenten zur Verfügung zu stellen und damit deine Erfahrung zu verbessern.

Strategisch ist das clever: Samsung reduziert seine Abhängigkeit von einem einzelnen KI-Partner und schafft sich Verhandlungsmacht. Gleichzeitig dürfte Google mit gemischten Gefühlen beobachten, wie einer seiner größten Android-Partner offen einen weiteren KI-Agenten einbindet, der direkt mit Gemini bei Such- und Informationsabfragen konkurriert.

Weitere Details beim Galaxy Unpacked am 25. Februar

Samsung kündigte an, weitere Details zur Perplexity-Integration beim Unpacked-Event am 25. Februar bekanntzugeben. Vorerst sieht es danach aus, als würde die Integration zunächst nur für die Galaxy S26-Serie kommen.

Allerdings deutete Samsung an, dass bald mehr Details zu unterstützten Geräten und Erlebnissen folgen werden. Das lässt darauf schließen, dass auch ältere Samsung-Flaggschiffe und andere Geräte die Funktion im Nachgang erhalten könnten.

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