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Samsung zeigt Slidable-Prototyp mit Rollable-Display auf dem MWC 2026

Auf dem Mobile World Congress 2026 in Barcelona hat Samsung Display einen Prototyp gezeigt, der sich ziemlich deutlich von den Foldables unterscheidet, die wir mittlerweile kennen. Das Smartphone hat ein ausziehbares Display, das sich vertikal von 5,1 Zoll auf 6,7 Zoll erweitern lässt. Das Besondere: Statt sich zu falten, rollt sich das Display einfach aus dem Gehäuse. Ein sogenanntes Slidable- oder Rollable-Design.

Technische Daten hat Android Authority bereits zur Hand: 1.080 × 2.640 Pixel bei 426 ppi. Das Seitenverhältnis springt von 16:9 im kompakten Zustand auf 22:9, wenn das Display komplett ausgezogen ist. Der Mechanismus dahinter ist motorisiert und fährt das flexible OLED-Panel gleichmäßig aus und wieder ein.

Samsung Slidable Prototyp: Kein Scharnier, keine sichtbare Falte

Was sofort auffällt: kein Scharnier, keine sichtbare Falte. Das Slidable-Konzept verzichtet komplett auf mechanische Scharniere. Genau die Falte in der Mitte, die bei Foldables nach wie vor da ist und die einige Leute nervt, gibt es hier nicht.

Samsung setzt stattdessen auf einen Rollmechanismus. Ein integriertes System zieht das Panel aus dem Gehäuse und fährt es wieder ein. Das Konzept könnte also die mechanischen Schwachstellen lösen, die Foldables haben. Bleibt abzuwarten, ob das im Alltag dann auch so funktioniert.

Noch in der Entwicklungsphase

Samsung selbst bezeichnet den Prototyp als „under development“. Wann oder ob das Gerät auf den Markt kommt… dazu gibt es keine Angabe. Das ist bei MWC-Prototypen allerdings normal. Viele dienen eher dazu, zu zeigen, was technisch möglich ist.

Die offenen Fragen sind ziemlich naheliegend: Hält der Rollmechanismus auf Dauer? Bei Foldables spricht Samsung von 200.000 Faltvorgängen, wie sehen die Zahlen hier aus? Wasser- und Staubschutz bei einem Display, das ständig ein- und ausfährt? Und was passiert mit der Display-Schutzschicht nach ein paar Monaten intensiver Nutzung?

Rollables bleiben seit Jahren Konzept-Geräte

Slidable-Technologie ist nicht neu. Samsung hatte 2022 schon mal einen Flex Slidable-Prototyp gezeigt. LG hat 2021 ein Rollable-Phone angekündigt und das Projekt dann gestoppt. Oppo zeigte das Oppo X, TCL und Motorola hatten ebenfalls Konzepte auf verschiedenen Messen.

Auf den Markt kam bisher keins dieser Geräte. Der Grund: Die Technologie ist da, die Kommerzialisierung nicht. Display-Analysten sehen Rollables zwar als nächsten logischen Schritt, aber solange Kosten, Fertigungsausbeute und Zuverlässigkeit nicht passen, bleibt es bei Prototypen.

Was der Prototyp vom MWC 2026 zeigt: Samsung Display hat bei flexiblen OLED-Panels deutliche Fortschritte gemacht. Wann und ob daraus ein Gerät wird, das man kaufen kann, steht in den Sternen. Bei Foldables hat es Jahre gedauert, bis aus Konzepten Serienprodukte wurden. Rollables stehen noch ziemlich am Anfang.

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