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Samsung lässt Zukunft von Galaxy S26 Edge und TriFold 2 offen

Samsung hat sich noch nicht festgelegt, ob es ein Galaxy S26 Edge und ein TriFold 2 geben wird. Won-Joon Choi, COO von Samsungs Mobile Experience Business, bestätigte nach der Präsentation der Galaxy S26-Reihe, dass die Verkaufszahlen des S25 Edge „vergleichsweise niedriger“ ausgefallen sind. Jetzt stehen beide Produktlinien auf dem Prüfstand.

Was die Zahlen zum S25 Edge-Flop verraten

Die Verkaufszahlen sind eindeutig: In den ersten drei Monaten verkaufte sich das Galaxy S25 Edge gerade mal 1,31 Millionen Mal. Das Galaxy S25 Ultra kam im selben Zeitraum auf 12,18 Millionen Verkäufe. Das Standard-S25 erreichte 8,28 Millionen.

Damit erreichte das Edge-Modell nicht einmal 11% der Ultra-Verkäufe. Käufer haben Premium bezahlt für ein Gerät mit weniger Features und das hat wohl viele abgeschreckt… das könnte ein Grund für die schwachen Zahlen sein.

Die Einschnitte in die Akkuleistung waren erheblich: In das nur 5,8 mm dünne Gehäuse passte gerade mal ein 3.900 mAh Akku, 20% weniger als beim Galaxy S25 Plus mit 4.900 mAh. Im Akkutest erreichte das Gerät 13 Stunden und 26 Minuten, während der Durchschnitt in dieser Klasse bei 15 Stunden liegt.

Dass die nackten Zahlen viele Interessierte vom Kauf abgehalten ahben, ist klar. Ich jedoch verwende momentan ein Galaxy S25 Edge als „Daily“ und habe im Alltag tatsächlich keine Probleme mit der Akkulaufzeit vom super-dünnen Edge-Modell.

Galaxy Z TriFold: Technisch stark, wirtschaftlich fraglich

Beim Galaxy Z TriFold sah die Situation anders aus. Choi erzählte Bloomberg, dass er als damaliger R&D-Chef zunächst gezögert hatte, weil das Projekt „erhebliche Anstrengungen“ bedeutete und Samsung maßgeschneiderte Komponenten entwickeln musste.

Samsung hat es trotzdem durchgezogen, mit dem Ziel, eine neue Geräteklasse zu etablieren und die eigenen technischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Beim US-Launch im Januar war das TriFold zum Preis von $2.899 schnell vergriffen. „Tausende“ Einheiten gingen weg. Das Gerät kostete in den USA deutlich mehr als in Korea (~$2.500), war aber praktisch sofort sowohl online als auch im Handel ausverkauft.

Die Zahlen zeigen allerdings: Ausverkaufte Chargen im niedrigen vierstelligen Bereich sind noch kein Massenmarkt. Das TriFold spricht eine kleine Gruppe von Luxus-Käufern an und funktioniert in erster Linie als Technologie-Showcase, weniger als potenzieller Kandidat für eine Massenfertigung.

Choi drückte es so aus: „Sollten wir ein neues entwickeln? Wir haben noch keine Entscheidung getroffen.“

Bild: Samsung

Die Lösung: Das Galaxy Wide Fold

Samsung plant stattdessen ein breiteres Galaxy Wide Fold im 4:3-Format. Choi erklärte die Überlegung: „All diese produktivitätsbezogenen Funktionen, manche Leute interessieren sich dafür. Und andere sagen eher: ‚Ich will Netflix oder YouTube auf einem größeren Bildschirm schauen‘.“

Das TriFold-Format eignet sich gut für Entertainment. Ein breiteres Fold könnte ähnliche Vorteile bieten, aber günstiger und ohne die Kompromisse eines dreifach faltbaren Displays.

Der Wide Fold soll im Sommer erscheinen, zusammen mit dem Galaxy Z Fold 8 und Flip 8. Samsung hat noch kein genaues Datum genannt. Die Richtung ist aber klar: Bestehende Konzepte verbessern statt von Grund auf neu anfangen.

Drei Erkenntnisse für Samsungs Foldables und das Edge-Modell

Die Entwicklung lässt drei Schlüsse zu:

Erstens: Ultra-dünne Flaggschiffe finden weniger Käufer als gedacht. Auch Apples iPhone Air hat mit diesem Problem zu kämpfen, trotz technischer Raffinesse bleibt die Nachfrage verhalten. Das betrifft nicht nur Samsung, sondern die gesamte Branche.

Zweitens: Foldables sind nach wie vor ein Nischenmarkt. Selbst ausverkaufte Chargen bedeuten „Tausende“ Geräte, nicht Millionen wie bei der S-Serie.

Drittens: Samsung testet und justiert seine Produktstrategie fortlaufend. Edge und TriFold dienten als Markttests. Das Galaxy Wide Fold ist die Antwort auf das, was Samsung aus den Daten gelernt hat.

Das Wide Fold wird zeigen, ob Samsung die richtige Balance gefunden hat: Mehr Display-Fläche als beim Standard-Fold, weniger Komplexität als beim TriFold und ein Preis, der keine Luxus-Zielgruppe braucht.

Wie der Markt im Sommer reagiert, dürfte maßgeblich beeinflussen, wie Samsung seine Foldable-Strategie weiterentwickelt. Ob wir ein weiteres Edge-Modell sehen werden, ist ungewiss.

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