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Samsung erhöht Preise für Galaxy S25 Edge, Z Fold 7 und Z Flip 7

Ab dem 1. April hebt Samsung in Südkorea die Preise für seine Top-Modelle an: Galaxy Z Fold 7, Z Flip 7 und S25 Edge bekommen dort neue Preisschilder. Die Varianten mit 512GB und 1TB Speicher werden teurer. Ob noch weitere Länder die Preiserhöhungen abkriegen ist aktuell noch nicht sicher, aber sehr wahrscheinlich.

Je nach Modell und Speichergröße landen wir bei 65 bis 130 Dollar mehr. Die Kosten für DDR4- und NAND-Speicher sind bekanntlich explodiert und Samsung kann/will das intern wohl nicht mehr abfangen.

DDR4 & NAND: Speicherpreise explodieren

Die Zahlen dahinter sind krass: Die Preise für beispielsweise 8GB DDR4-Speicher haben sich von Februar 2025 zu Februar 2026 mehr als verzehnfacht. Konkret ist der Preis von 1,30 Dollar in diesem Zeitraum auf 13 Dollar gestiegen.

Beim NAND-Speicher zeichnet sich ein ähnliches, wenn auch nicht so krasses Bild ab. Hier soll sich der Preis von Februar 2025 bis Februar 2026 in etwas verfünffacht haben, wie @Jukan in seinem Post auf X schreibt.

Wenn man sich die Zahlen so ansieht, ist es kein Wunder, dass Samsung jetzt anfängt, die höheren Kosten zumindest teilweise weiterzugeben.

AI-Rechenzentren treiben die Preise

Schuld an der ganzen Misere ist nicht dein Smartphone, sondern AI. Rechenzentren fressen mittlerweile etwa 70 Prozent aller produzierten Speicherchips.

Samsung, SK Hynix, Micron: Die großen Player haben umgeschwenkt. Weg von klassischem DRAM und NAND für Handys, hin zu den profitablen AI-Speichern wie HBM und DDR5. Das OpenAI Stargate-Projekt allein würde schätzungsweise 40 Prozent der weltweiten DRAM-Produktion verschlingen.

Smartphone-Markt schrumpft auf niedrigsten Stand seit 2013

Die Auswirkungen sind brutal. IDC rechnet mit einem Rückgang von 12,9 Prozent beim globalen Smartphone-Markt 2026. Counterpoint Research spricht vom „stärksten Einbruch, den wir je gesehen haben“.

Die Auslieferungen fallen auf das Niveau von 2013. Gleichzeitig klettert der Durchschnittspreis um 14 Prozent auf 523 Dollar (ein Allzeithoch). Weniger Geräte werden also verkauft, aber jedes einzelne kostet mehr.

Bild: Samsung

Premium-Modelle besonders betroffen

Am härtesten erwischt es Modelle mit viel Speicher, genau die, nach denen Enthusiasten greifen. Die Schere zwischen Einstiegs- und Premium-Preisen geht weiter auf. Bei günstigeren Handys macht der Speicher prozentual einen größeren Batzen am Gesamtpreis aus, entsprechend bluten die Margen.

Apple und Samsung haben laut Analysten die besten Karten, um durchzukommen. Kleinere Hersteller, wie beispielsweise OnePlus, stehen vor der Wahl: Marktanteile halten oder Profitabilität retten. Viele werden sich aus Segmenten zurückziehen müssen.

Keine Entspannung in Sicht

Wer jetzt auf Besserung wartet, braucht Geduld. IDC geht davon aus, dass die Speicher-Engpässe durchs gesamte Jahr 2026 ziehen (wahrscheinlich bis tief ins Jahr 2027 rein). Die Preise dürften in der zweiten Jahreshälfte langsamer steigen, aber runter gehen sie trotzdem nicht.

Samsung probiert die Preiserhöhungen erstmal in Südkorea aus, aber bei globalen Lieferketten ist das nur der Test. Was dort klappt, kommt auch zu uns.

Smartphones konkurrieren aktuell direkt mit AI-Infrastruktur um dieselben Chips und ziehen den Kürzeren. Dein nächstes Samsung-Handy wird mehr kosten. Nicht aus Gier, sondern weil die Bauteile teurer sind. Und das bleibt leider erstmal so.

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