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Galaxy S23: Keine AirDrop-Kompatibilität trotz One UI 8.5

Traurige Gewissheit: Das Galaxy S23 bekommt die neue Quick Share-AirDrop-Integration nicht. Die Cross-Plattform-Funktion, die mit One UI 8.5 ausgerollt wird, bleibt Geräten ab 2024 vorbehalten. Wer ein S23 aus 2023 hat, schaut in die Röhre… auch mit dem neuesten Update.

Alle drei Modelle sind betroffen: S23, S23+ und S23 Ultra. Das Update auf One UI 8.5 wird bereits ausgerollt. Nach der Aktualisierung fällt allerdings auf, dass es nach wie vor keine AirDrop-Integration gibt.

Die Liste der unterstützten Geräte ist überschaubar: Galaxy S26, S25, S24 (inklusive aller Varianten) und ein paar ausgewählte Foldables der letzten zwei Jahre. Warum das S23 draußen bleibt? Dazu gibt es kein offizielle Statement von Samsung und demnach auch keine technische Begründung.

Technisch wäre alles da

Schaut man sich die Hardware an, ergibt der Ausschluss noch weniger Sinn. Der Snapdragon 8 Gen 2 im S23 bringt Qualcomms FastConnect 7800-System mit, inklusive Wi-Fi 7. Das AWDL-Protokoll, auf dem AirDrop aufsetzt, kann der Chip ohne Probleme verarbeiten.

Klar, das Wi-Fi-Modul muss für die Verbindung Hunderte oder Tausende Kanalwechsel pro Sekunde schaffen. Aber genau dafür ist der Snapdragon 8 Gen 2 ausgelegt. Eine Hardware-Grenze gibt es hier schlicht nicht.

Es ist eine Software-Entscheidung von Seiten Samsung.

So funktioniert die AirDrop-Integration in Quick Share

Technisch ist die Sache interessant: Google hat sich Apples AirDrop-Protokoll vorgenommen, es reverse-engineered und in Quick Share eingebaut. Einen Deal zwischen Samsung und Apple braucht es dafür nicht, die Lösung funktioniert einfach.

Für ein iPhone sieht dein Galaxy aus wie irgendein anderes Apple-Gerät im Netz, das gerade eine Datei teilen möchte. Die Kommunikation läuft über AWDL, Apples Protokoll für AirDrop.

Google will das Feature 2026 richtig expandieren: Samsung, OPPO, OnePlus, Vivo, Xiaomi, HONOR, die ganze Android-Riege soll an Bord kommen. Cross-Plattform wird damit weitestgehend zum Standard. Nur das S23 bekommt das Feature nicht, obwohl die Hardware bereitsteht. Bitter!

Bild: Netzwelt

Nutzer sprechen von geplanter Obsoleszenz

Das S23 hat noch ein volles Jahr Software-Support vor sich. Samsung schaltet die Funktion also nicht ab, weil das Gerät aus dem Support fällt. Ein weiteres Indiz, dass es sich hierbei also um eine Entscheidung bei Samsung handelt. Böse Zungen würden behaupten, es gehört mit zu der Strategie, Nutzer von älteren Flaggschiffen zum umsteigen auf neuere Geräte zu bewegen.

Die Reaktionen in Reddit-Foren sind entsprechend deutlich. „Planned Obsolescence“ ist noch einer der freundlicheren Begriffe. Die Vermutung: Samsung will Nutzer zum Upgrade bewegen, obwohl ihre aktuellen Geräte einwandfrei laufen.

Was S23-Besitzer jetzt wissen müssen

Wer die AirDrop-Kompatibilität unbedingt haben möchte, muss upgraden. Samsung wird die Funktion nicht nachträglich fürs S23 freischalten, das hat sich mittlerweile abgezeichnet.

Immerhin: One UI 8.5 bringt dem S23 andere Neuerungen. Die Oberfläche wurde überarbeitet, Galaxy AI bekommt zusätzliche Funktionen, die neuen Einstellungen für das Quick-Panel sind praktisch. Aber die Cross-Plattform-Funktion, die vermutlich viele interessiert hat, bleibt den neueren Modellen vorbehalten.

Was hier passiert, hat System. Samsung nutzt Feature-Fragmentierung strategisch, nicht aus technischen Gründen, sondern um klare Linien zwischen Gerätegenerationen zu ziehen. Neuere Modelle bekommen exklusive Features, ältere nicht. Das schafft Kaufanreize.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Entscheidung ist am Ende wahrscheinlich Marketing und hat nichts mit technischen Hürden zu tun. Und genau das kommt bei vielen S23-Besitzern verständlicherweise nicht gut an.

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