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Samsung untersucht Vibe Coding: Apps erstellen und One UI anpassen

Samsung hat etwas sehr Spannendes erwähnt: Vibe Coding. Die Technologie soll es jedem ermöglichen, Apps zu bauen, ohne Programmieren zu können. Aber es geht noch weiter: Du könntest damit auch das komplette Design deiner One UI-Oberfläche selbst gestalten, nach deinen eigenen Vorstellungen.

Won-Joon Choi, Head of R&D bei Samsungs Mobile Division, hat es gegenüber TechRadar vage bestätigt: „Wir untersuchen die Möglichkeit, das Smartphone-Erlebnis auf neue Weise anzupassen, nicht nur Apps, sondern auch die UX.“

Vibe Coding: Was ist das überhaupt?

Die Idee dahinter ist eigentlich einfach: Du beschreibst in natürlicher Sprache, was du haben willst. Die KI baut es dann für dich.

Ein Beispiel: „Erstelle mir eine Budgeting-App, die meine Ausgaben nach Kategorien sortiert“. Fertig, die App wird erstellt. Oder: „Ändere das Design meiner Homescreen-Icons, minimalistisch bitte.“

Du brauchst keine Programmierkenntnisse, bist nicht auf vorgefertigte Themes angewiesen, musst nicht im Store nach der perfekten App suchen. Du sagst einfach, was du willst.

Der Begriff kommt von Andrej Karpathy, Mitgründer von OpenAI, früher AI-Chef bei Tesla. Er hat „Vibe Coding“ im Februar 2025 geprägt. Das Collins English Dictionary fand das Konzept so wichtig, dass es den Begriff zum Wort des Jahres 2025 machte. Samsung wäre der erste große Hersteller, der das in Smartphones bringt.

Bild: Samsung

Herausforderungen für die Umsetzung auf Smartphones

Klingt erstmal alles gut. Aber es gibt (leider) auch Schwierigkeiten. Schon auf dem Desktop liefern AI-Tools für App-Entwicklung oft chaotische Ergebnisse. Bugs, Sicherheitslücken, merkwürdige Code-Strukturen… das kennen viele Entwickler bereits.

Eine Studie zeigt: 67% der Entwickler haben länger gebraucht, um AI-generierten Code zu reparieren, als wenn sie ihn von Anfang an selbst geschrieben hätten.

Auf dem Smartphone wird es dann richtig knifflig. Weniger Rechenpower, kleinere Bildschirme (falls du Code überprüfen willst) und die Ansprüche an Sicherheit und Stabilität sind deutlich höher als am Desktop.

Für Samsung ergibt Vibe Coding trotzdem Sinn. Mit Good Lock, Modes and Routines und Bixby Routines hat Samsung schon bewiesen, dass Anpassbarkeit ein Kernthema ist. Vibe Coding wäre der nächste logische Schritt, wenn die Umsetzung stimmt.

Schier endlose Möglichkeiten würden sich auftun

Falls Vibe Coding wirklich kommt, ändert sich einiges. Die Macht verschiebt sich: Weg von Entwicklern, hin zu dir. Weg von App Stores, hin zu maßgeschneiderten Lösungen. Weg von fertigen Themes, hin zu UX-Interfaces, die exakt so funktionieren, wie du es brauchst.

Was würdest du damit machen? Deine Lieblings-Apps an deine Arbeitsweise anpassen? Tools bauen, die nur für dich Sinn ergeben und die kein Entwickler jemals kommerziell umsetzen würde? Oder die komplette UI deines Galaxy-Geräts umkrempeln… nicht nur neue Hintergründe, sondern eigene Änderungen an Menüs, Gesten und Layouts.

Wann Vibe Coding auf Galaxy-Geräten landet, falls überhaupt, steht noch nicht fest. Aber dass Samsung es aktiv prüft, ist schon bemerkenswert. Vor einem Jahr hätte niemand damit gerechnet.

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