Das ging schnell: Samsung beendet den Verkauf des Galaxy Z TriFold nach gerade mal drei Monaten. In Südkorea ist der Verkauf bereits gestoppt, die USA und andere Märkte sollen in Kürze folgen, dürfen aber noch weiter verkaufen, bis die Bestände leer sind.
Erst im Dezember 2025 kam das erste Tri-Fold-Smartphone von Samsung auf den Markt. Die Nachfrage war hoch, jedes Restock binnen Minuten ausverkauft. Trotzdem zieht Samsung jetzt den Stecker.
Warum das Galaxy Z TriFold nicht mehr verkauft wird
Warum wird der Verkauf jetzt eingestellt? Ganz einfach: Das Gerät war wirtschaftlich nicht tragfähig. Der Premium-Preis reichte nicht aus, um die Produktionskosten zu decken. Steigende Speicherpreise, dazu das aufwendige Falt-Design: Samsung zahlte bei jeder verkauften Einheit drauf.
Die krasse Verknappung hatte also nichts mit Produktionsproblemen zu tun. Das war von Anfang an genauso geplant.
Kein Nachfolger vom Galaxy Z TriFold geplant
Samsung COO Choi Won-joon hat bereits angedeutet, dass kein Nachfolger kommt. Das Galaxy Z TriFold war von vornherein als Tech-Demo gedacht, nicht als Massenprodukt.
Samsung wollte vor allem eines beweisen: Wir können so ein Gerät bauen. Und zwar eins, das hält. Der Fokus lag auf Haltbarkeit und Engineering. Das aufwendige Falt-Design schützt das 10-Zoll-Display komplett, im Gegensatz zum Beispiel zu Huaweis Mate XT, wo ein Drittel des Screens nach außen faltet.
Die begrenzte Stückzahl hatte einen klaren Vorteil: Samsung hielt die Verluste überschaubar und vermied mögliche Imageprobleme, falls bei Massenproduktion technische Schwierigkeiten aufgetreten wären.

Galaxy Z TriFold: Hohe Nachfrage trotz Verkaufsende
Interesse war definitiv vorhanden. In Südkorea wurden Geräte auf dem Zweitmarkt für fast das Dreifache des Originalpreises gehandelt. Jedes Restock war innerhalb von Minuten weg. Und das nicht nur in Korea, sondern überall, wo das Ding verfügbar war.
Aber die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage war Absicht. Samsung wollte zeigen, was technisch möglich ist, nicht die Verkaufscharts stürmen. Das Galaxy Z TriFold war ein Statement, kein Kassenschlager.
Tri-Fold-Geräte machen aktuell nur 5% des Foldable-Markts aus. Bis 2029 soll die Kategorie mit 17% pro Jahr wachsen. Samsung schaut sich das Ganze in Zukunft wohl erst mal an.
Einstellung nach erfülltem Zweck
Mit dem Produktionsstopp endet ein kurzes, aber kalkuliertes Kapitel. Samsung hat gezeigt: Tri-Fold-Technologie funktioniert. Mission erfüllt, Produktion eingestellt.
Im Kern war das Galaxy Z TriFold ein Proof-of-Concept mit Preisschild. Samsung hat Daten gesammelt, den Markt getestet, technische Kompetenz demonstriert und rechtzeitig die Notbremse gezogen, bevor die Verluste zu hoch wurden.
Wann Samsung wieder einsteigt? Das weiß momentan keiner so genau. Klar ist aber wohl auch, dass Samsung den Markt für diese Foldable-Geräte langfristig nicht einfach dem Wettbewerb überlassen wird. Immerhin sind die Koreaner mit ihren Galaxy Foldables weiterhin Marktführer… und das soll auch so bleiben.











