Samsung denkt offenbar darüber nach, sein Galaxy-Design grundlegend zu überarbeiten. Aus Korea kommen jetzt neue Gerüchte, nach denen der Hersteller die Kamera-Platzierung auf der Rückseite hinterfragt.
Die vertikale Anordnung der Triple-Kamera, die Samsung seit Jahren nutzt, steht wohl zur Diskussion. Doch warum? Weil mittlerweile ein Einstiegsmodell fast genauso aussieht wie ein extrem teures Flaggschiff.
Konkret ist noch nichts. Intern diskutiert Samsung anscheinend verschiedene Ansätze – von leichten Anpassungen bis zum kompletten visuellen Neustart.
Das Problem: Zu viel Konsistenz
Nimm ein Galaxy A05s und ein Galaxy S24. Nebeneinander sind die beiden schwer auseinanderzuhalten, obwohl zwischen ihnen damals (2023/2024) ein Preisunterschied von über 600 Euro lag. Drei Kameras vertikal angeordnet, überall die gleichen Proportionen.
Mittlerweile hebt sich ein neues Galaxy S26 im Vergleich zu einem aktuellen Galaxy A37 immerhin von der Kamerainsel her ab. Der Grundsatz bleibt aber auch hier derselbe.
Samsung-Designer Lee Il-hwan nennt das die „Kern-Identität von Galaxy“. Wenn aber alles gleich oder sehr ähnlich aussieht, verschwindet die Hierarchie zwischen billig und teuer. Die Differenzierung wurde zugunsten einer einheitlichen Markensprache geopfert.
Horizontales Kamera-Layout als Lösung?
Die Gerüchte aus Korea erwähnen horizontale Kameraanordnungen, vergleichbar mit dem Galaxy S10. Damals war das Design markant und ließ sich von anderen Modellen klar unterscheiden. Außerdem lag das Gerät besser in der Hand.
So eine Rückkehr zu alten Stärken könnte funktionieren. Exklusivität lässt sich auch durch Neuinterpretation erreichen, nicht nur durch komplett neue Entwürfe.
Interessant ist, dass Samsung SVP Lee Ji-young vor Kurzem noch von der „optimalen Eckenkrümmung“ beim Galaxy S26 geschwärmt hat. 7R-Radius, perfekt berechnet. Nur hilft das wenig, wenn niemand, außer Smartphones-Profis, auf den ersten Blick sieht, ob er ein Einsteigermodell oder ein Top-Gerät vor sich hat.

Selektive Premium-Differenzierung wahrscheinlich
Das komplette Portfolio umzugestalten würde Jahre dauern. Fertigungslinien, Zulieferer, Zubehör und Kosten. Alles müsste neu abgestimmt werden.
Was wahrscheinlicher ist: Samsung ändert nur das Design der Topmodelle. Die Budget-Linie bleibt grundsätzlich mehr oder weniger, wie sie ist. Premium-Geräte bekommen ein exklusiveres Aussehen. Damit wäre die Hierarchie wiederhergestellt, ohne dass Samsung sein gesamtes Line-up neu erfinden muss.
Noch keine finale Entscheidung
Die Diskussionen laufen angeblich, mehr nicht. Ob Samsung tatsächlich etwas ändert und wann wir das erste Ergebnis sehen, weiß aktuell niemand.
Entscheidend werden Verkaufszahlen und Marktdruck sein. Samsung weiß, dass das Einheitsdesign der letzten Jahre kritisiert wird. Die Frage ist, ob die Kritik stark genug ist, um tatsächlich etwas zu bewegen.
Vielleicht sehen wir schon bei der nächsten Galaxy-S-Serie ein wirklich neues und frisches Design. Vielleicht lässt sich Samsung auch mehr Zeit. Wir werden sehen.











