Samsung arbeitet anscheinend an einer aktiven Flüssigkeitskühlung für Galaxy-Smartphones am eigenen Production Technology Research Institute hat das Unternehmen laut neuen Berichten aus Südkorea eine neue Task Force gegründet, die sich ausschließlich mit Kühltechnologien beschäftigt. Im Fokus stehen dabei zwei Ansätze: Flüssigkeit und Luft.
Park Min, der das Labor am Samsung Production Technology Research Institute leitet, spricht von einem Flüssigkeitskühlsystem, das direkt an den Chipsatz angebunden wäre. Das Prinzip kennst du vielleicht von Gaming-PCs: Ein geschlossenes System lässt Flüssigkeit zirkulieren und transportiert Wärme deutlich effektiver ab als die Lösungen wie zum Beispiel Dampfkammern (Vapor Chamber), die heute in Smartphones verbaut sind.
Warum Samsung jetzt an neuen Kühlsystemen forscht
Warum das Ganze und warum jetzt? Die Antwort liegt in den neuen Anforderungen. KI-Anwendungen laufen mittlerweile direkt auf dem Smartphone, Echtzeit-Übersetzungen müssen ohne Cloud funktioniere und Large Language Models (LLMs) wollen prozessiert werden.
All das erzeugt kontinuierliche Hitze. Dein Chip mag auf dem Papier beeindruckend sein, aber in der Praxis hält er Höchstleistung oft nur kurze Zeit durch, bevor das thermische Throttling zuschlägt und die Taktrate runterdreht.
Klar, Samsung hat in den letzten Generationen nachgelegt. Die Dampfkammern im Galaxy S26 arbeiten laut Samsung rund 29% effizienter als die Vorgängergeneration. Der Exynos 2600 bleibt mit seiner Heat Pass Block-Technologie sogar kühler als Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5.
Beim kommenden Exynos 2700 setzt Samsung eventuell auf ein neues „Side-by-Side-Design“, was die Kühlung weiter verbessern soll. Trotzdem: Wenn wir uns anschauen, was in den nächsten Jahren auf unsere Geräte zukommt, dann sind das allenfalls Zwischenschritte.

Kühlung: Flüssigkeit statt Luft?
Interessant ist, dass Samsung den Schwerpunkt bisher wohl klar auf Flüssigkeitskühlung legt. Luftkühlung hätte nämlich zwei Probleme: Gewicht und Geräusch. Einen kleinen Ventilator im Smartphone zu verbauen mag technisch machbar sein, aber willst du wirklich ein Gerät, das hörbar anläuft, sobald du eine App öffnest? Vergleichbar mit einem Laptop, der unter Volllast deutlich lauter wird. Für Gaming-Nischenprodukte mag das okay sein, für ein Galaxy S oder Z eher nicht.
Gelingt Samsung eine leise Flüssigkeitslösung, ändert sich einiges. Dein Galaxy könnte dann auch bei längeren Gaming-Sessions die volle Leistung abrufen, ohne nach einiger Zeit merklich heißer und langsamer zu werden.
Wann kommt die Technologie auf Samsung-Geräte?
Wann wir die Technologie in ersten Galaxy-Geräten sehen, ist aktuell noch nicht wirklich vorherzusehen. Die Forschung läuft, aber zwischen Labor und Massenproduktion liegen bekanntlich noch einige Hürden. Dass beide Varianten (Flüssigkeit und Luft) parallel geprüft werden, zeigt aber, dass Samsung sich aktuell noch alle Optionen offen hält.
Vermutlich sehen wir aktive Kühlung zuerst in spezialisierteren Modellen. Gaming-Editions oder Ultra-Varianten würden sich dafür anbieten, bevor die Technologie in die Breite geht. Ob es kommt, steht für mich außer Frage. Wann und in welcher Form genau, das wird spannend.











