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Samsung Display entwickelt weltweit erstes 4K-360Hz QD-OLED-Panel

Samsung Display hat einen technischen Durchbruch geschafft: Das Unternehmen zeigt das weltweit ersten QD-OLED-Display, das 4K-Auflösung und 360Hz Bildwiederholrate gleichzeitig liefert. Das 31,5-Zoll-Panel knackt damit die bisherige Grenze von 4K bei maximal 240Hz. Erstmals live zu sehen gibt es das Ganze auf der COMPUTEX 2026 im Juni.

Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 läuft die Massenproduktion an. Samsung ist bereits mit über 10 Monitor-Herstellern weltweit im Gespräch, die Interesse an dem neuen Panel zeigen. Die ersten fertigen Produkte sollen dann bis Ende 2026 in den Handel kommen.

Wie Samsung das technische Problem gelöst hat

Die Herausforderung dahinter: Bei 4K und 360Hz muss deutlich mehr Pixeldaten pro Sekunde verarbeitet werden. Das war bisher einfach zu viel, die Pixel-Ladezeit hat nicht mitgespielt. Samsung hat den Flaschenhals jetzt mit optimierten Panel-Schaltkreisen und einem neu entwickelten Driving-System beseitigt.

Besonders clever: Der Dual-Mode erlaubt es dir, die Auflösung auf Full-HD zu reduzieren. Im Gegenzug springt die Bildwiederholrate dann auf bis zu 680Hz hoch. Für Esports-Profis, die wirklich jeden Frame rauskitzeln wollen, ist das ein großer Vorteil.

Das Textproblem ist endlich vom Tisch

QD-OLED hatte lange ein Problem: Texte sahen einfach nicht gut aus. Die dreieckige Subpixel-Anordnung hat zu unscharfen Kanten geführt. Vor allem beim Lesen von Texten im Office-Alltag war das störend. Mit der neuen V-Stripe-Pixelstruktur ordnet Samsung die Subpixel jetzt vertikal an, ähnlich wie bei herkömmlichen LCD-Panels.

Warum das hilft? Windows rechnet Schrift standardmäßig für vertikale RGB-Anordnung. Damit sehen Texte plötzlich scharf und sauber aus. QD-OLED wird dadurch nicht mehr nur als Gaming-Display interessant, sondern taugt auch für Tabellen, Mails und andere Anwendungen.

Trade show booth labeled Samsung Display with OLED and QD-OLED signs; large TV wall and product displays in a dark exhibition hall.
Bild: Samsung Display

Panel-Lieferant statt eigene Monitore

Samsung Display baut selbst keine fertigen Monitore, das übernehmen andere Hersteller. Die Koreaner liefern nur die Panels. Der Vorteil dieser B2B-Strategie: Die Technologie landet schneller im Markt und erreicht mehr Käufer. Außerdem festigt Samsung damit seine Position als Technologieführer bei Premium-Displays.

Welche Marken genau beliefert werden, hat Samsung bisher nicht genannt. Auf der COMPUTEX im Juni werden vermutlich erste Partner ihre Geräte zeigen. Dann wissen wir mehr.

Was bringt so ein starkes Panel?

Jahrelang hieß es: Wähle zwischen hoher Auflösung oder hohen Hertz. 4K-Gaming lief mit maximal 240Hz, mehr war nicht drin. Mit diesem Panel fällt die Entscheidung weg. Du kriegst 4K und 360Hz zusammen, ganz ohne Abstriche.

Die verbesserte Textdarstellung ist dabei der Game-Changer für den Alltag. QD-OLED war bisher hauptsächlich was für Gamer. Jetzt kannst du damit auch produktiv arbeiten, ohne ständig unscharfe Buchstaben zu sehen.

Die ersten Monitore von verschiedenen Herstellern sollten gegen Ende 2026 verfügbar sein. Preislich wird es vermutlich nicht günstig. Aktuelle 4K-OLED-Monitore mit 240Hz starten bei etwa 1.000 Euro. Für 120Hz mehr und die bessere Pixelstruktur wird sicher noch was draufkommen.

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