Samsung erhöht die anfängliche Produktionsmenge des Galaxy S26 Ultra drastisch: Von zwei auf drei Millionen Einheiten in den ersten zwei Monaten nach Launch. Das klingt nach Optimismus, ist aber das Gegenteil.
Der Grund ist nicht steigende Nachfrage, sondern eine DRAM-Preis-Explosion, die den gesamten Smartphone-Markt 2026 treffen wird. Die Gesamtproduktion bleibt konstant, wird aber zeitlich vorgezogen, eine direkte Reaktion auf explodierende Speicherpreise.
Das berichtet ET News unter Berufung auf Branchenquellen. Samsung produziert jetzt, solange Komponenten noch bezahlbar sind.
DRAM-Preise explodieren: 90% Plus im Q1 2026
Die Zahlen sind brutal: DRAM-Preise steigen im Q1 2026 um 90-95% im Quartalsvergleich, wie TrendForce meldet. DDR5-Kits (64GB) sprangen zwischen Oktober und Dezember 2025 von knapp über 200 Dollar auf rund 800 Dollar. Manche erreichten sogar 900 Dollar.
LPDDR5X, der Mobile-RAM in deinem Smartphone, verzeichnet den stärksten Preisanstieg seiner Geschichte. Samsung reagiert darauf mit vorgezogener Produktion: Die Gesamtmenge bleibt gleich, wird aber früher gefertigt, um sich die aktuellen Preise zu sichern, bevor sie noch weiter steigen.

AI-Server verschlingen Smartphone-Speicher
Die drei größten Speicherhersteller (Samsung, SK Hynix, Micron) haben ihre Cleanroom-Kapazität auf hochmargige Enterprise-Komponenten verlagert. Das Problem: Jeder Wafer für einen HBM-Stack für Nvidia-GPUs ist ein Wafer, der dem Smartphone-Markt fehlt.
Die Dimension dahinter: 1 GB HBM verbraucht dreimal die Wafer-Kapazität von Standard-LPDDR5X-Speicher. Bis 2026 verschlingt AI über 20% der globalen DRAM-Wafer-Kapazität, wie IDC analysiert. Was bleibt, wird teurer.
Galaxy S26-Launch beim Unpacked Event
Das Galaxy S26 Ultra wird am 25. Februar beim Galaxy Unpacked Event in San Francisco vorgestellt. Die Produktionsstrategie zeigt aber bereits jetzt, wie Samsung auf die veränderten Marktbedingungen reagiert: Nicht mehr die Nachfrage steuert die Produktion, sondern die Kostenvolatilität.
Die zeitliche Planung der Fertigung wird damit zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Wer früh produziert, sichert sich günstigere Komponentenpreise. Wer wartet, zahlt mehr. In einem Markt, in dem AI-Rechenzentren die Speicherkapazität dominieren, müssen Smartphone-Hersteller völlig neu kalkulieren, und Samsung zeigt gerade, wie das aussieht.











