Der kommende Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro macht das Galaxy S27 Ultra wahrscheinlich teurer. Tipster Digital Chat Station berichtet von massiv steigenden Produktionskosten bei Halbleiter-Chips. Dazu kommt ein zweites Problem: RAM wird knapp und teuer.
Qualcomm setzt demnach auf eine neue Zwei-Klassen-Strategie mit unterschiedlichen Chip-Varianten: SM8950 für Standard-Modelle, SM8975 für Pro-Modelle. Beide Chips werden im modernen 2nm-Fertigungsprozess produziert. TSMC nutzt dafür den N2P-Prozess, während Samsung beim S27 Ultra womöglich auf den eigenen SF2P-Prozess setzt.
Zwei Chip-Varianten für verschiedene Preisklassen
Digital Chat Station nennt die technischen Details zur Snapdragon 8 Elite Gen 6-Serie:
SM8950 (Standard-Version):
• LPDDR5X-Speicher
• Reduzierte Adreno-GPU
• 2+3+3-Kern-Konfiguration
• TSMC N2P-Prozess
SM8975 (Pro-Version):
• LPDDR6-Speicher
• Vollwertige Adreno-GPU
• Größerer Cache
• 2+3+3-Kern-Konfiguration
• TSMC N2P-Prozess (oder Samsung SF2P für Galaxy-Modelle)
Warum Preise steigen
Die erwartete Preiserhöhung hat zwei Hauptgründe: Die Kosten für fortschrittliche Halbleiter-Fertigungsprozesse steigen weiter an. Gleichzeitig wird die Knappheit bei Arbeitsspeicher-Chips zum Problem.
High-End-Smartphone-Chips werden seit Jahren kontinuierlich teurer. Die Hersteller stehen vor einer schwierigen Wahl: Entweder sie erhöhen die Gerätepreise oder sie akzeptieren geringere Gewinnmargen.
Der Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro liefert laut Digital Chat Station eine starke Performance, kostet aber deutlich mehr als bisherige Generationen. Smartphone-Marken werden deshalb den günstigeren Standard-Chip für ihre Basis-, Plus- und Pro-Modelle nutzen. Die teurere Pro-Variante bleibt den Ultra-Geräten vorbehalten.
Die Hersteller stehen unter Druck und müssen die Preise ihrer Ultra-Smartphones erhöhen.
Was das fürs Galaxy S27 Ultra bedeutet
Das Galaxy S27 Ultra bekommt den leistungsstarken Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro. Die gesamte S27-Serie bringt laut aktuellen Gerüchten mehrere Verbesserungen: eine optimierte Kühlung, eine variable Blende für die Kamera sowie neue Sensoren für die Hauptkamera und die Ultraweitwinkel-Kamera.
Alle diese Komponenten treiben die Produktionskosten nach oben. Samsung steht vor der Entscheidung, wie viel von diesen Mehrkosten an dich als Kunden weitergegeben wird.

RAM-Knappheit verschärft die Lage
LPDDR6-RAM kostet etwa 20% mehr als LPDDR5X. Das allein wäre schon ein Problem, dazu kommt aber: Der neue Speicher ist schwer zu bekommen. Der globale AI-Chip-Wettlauf sorgt für enorme Nachfrage nach RAM-Chips.
Nvidia kauft derzeit große Mengen LPDDR5X-Speicher für seine Grace Blackwell und Vera Rubin Plattformen. Die Server-Hersteller konkurrieren dadurch direkt mit Smartphone-Herstellern um die gleichen Speicher-Chips. Das treibt die Preise zusätzlich in die Höhe.
Die Folge: Smartphone-Hersteller zahlen mehr für RAM, während gleichzeitig die Verfügbarkeit sinkt. Eine schwierige Kombination für die gesamte Branche.
Quelle und Einordnung
Die Informationen stammen vom Tipster Digital Chat Station, der in der Szene als zuverlässige Quelle für Chip-Leaks gilt. Die geplante Zwei-Klassen-Strategie von Qualcomm erlaubt Herstellern, verschiedene Preispunkte zu bedienen und ihre Premium-Modelle stärker von den günstigeren Varianten abzugrenzen.
Das Galaxy S27 Ultra würde dann zum Testfall für die Preistoleranz des Smartphone-Marktes werden. Wenn Samsung mit höheren Preisen durchkommt, werden andere Hersteller wahrscheinlich nachziehen. Die Branche beobachtet genau, wie Kunden auf die nächste Preisstufe reagieren.











