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Galaxy Watch Ultra 2 bekommt 5G und massiven Performance-Sprung

Mit der Galaxy Watch Ultra 2 bringt Samsung voraussichtlich seine erste Smartwatch mit 5G-Konnektivität auf den Markt. Das berichtet das niederländische Leak-Portal GalaxyClub.

Möglich wird die 5G-Integration durch den neuen Snapdragon Wear Elite Chip von Qualcomm. Den hat der Hersteller im März 2026 auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt. Samsung selbst hat bestätigt, dass die nächste Galaxy Watch Generation diesen Prozessor bekommt. Doch der neue Chip kann viel mehr, als nur 5G.

Snapdragon Wear Elite Chip bringt großes Upgrade

2025 hat Samsung der Galaxy Watch Ultra nur ein Mini-Update spendiert. Mehr Speicher und eine neue Farbe. Das war es an dieser Stelle schon. Kein neues Chipset, keine neuen Features. Auf den ersten Blick enttäuschend.

Im Nachhinein macht die Entscheidung aber Sinn. Samsung hat offenbar bewusst auf den Snapdragon Wear Elite gewartet. Und der bringt tatsächlich einen ordentlichen Performance-Sprung mit.

Das steckt im Snapdragon Wear Elite:

  • 3nm-Prozess mit fünf Kernen (ein Big Core mit 2,1 GHz, vier Little Cores mit 1,9 GHz)
  • Bis zu fünffache Single-Thread-CPU-Performance gegenüber Vorgängerchips
  • Bis zu siebenfache GPU-Geschwindigkeit
  • Erste dedizierte Hexagon NPU in einem Snapdragon-Wearable-Prozessor
  • Unterstützung für AI-Modelle mit zwei Milliarden Parametern

Neuer Chip bringt sechs Funktechnologien gleichzeitig

5G ist nur ein Teil des Ganzen. Der Snapdragon Wear Elite packt insgesamt sechs drahtlose Technologien in einen Chip. Qualcomm nutzt dafür den Begriff „Hex-Connectivity“.

Konkret sind das:

  • Wi-Fi 6
  • Bluetooth 6.0
  • Ultra-Wideband (UWB)
  • GNSS (Standort)
  • NB-NTN für direkte Satellitenkommunikation
  • 5G-Netzwerkzugang

Diese Verbesserungen bringen die neuen Verbindungen

Schnellere Downloads: Mit 5G kannst du Musik, Karten oder Updates direkt auf die Uhr laden, ohne dass dein Smartphone dabei sein muss. Gerade beim Joggen oder im Fitnessstudio hat das Vorteile.

Bessere Anrufqualität: Die Cellular-Version profitiert von niedrigerer Latenz und stabileren Verbindungen. Wer schon mal über die Uhr telefoniert hat, kennt das Problem mit abgehackten Gesprächen. Das sollte Geschichte sein.

Notfall-Kommunikation per Satellit: Über NB-NTN lassen sich Textnachrichten und Anrufe auch dann verschicken, wenn kein Mobilfunknetz verfügbar ist. Hilfreich bei Wanderungen in abgelegenen Gebieten oder Notfällen.

Bild: Amanz

Das Problem mit 5G in Smartwatches

2019 gehörte Samsung zu den Ersten, die ein 5G-Smartphone auf den Markt brachten. Dass es bei Smartwatches sieben Jahre länger gedauert hat, liegt am Akku. 5G-Modems fressen Strom. Und bei Wearables ist jedes Milliampere kostbar.

Qualcomm verspricht mit dem Snapdragon Wear Elite, dieses Problem gelöst zu haben. Trotz deutlich höherer Leistung soll die Akkulaufzeit um 30 Prozent steigen. Beim Schnellladen sind 50 Prozent in zehn Minuten drin. Wenn das stimmt, wäre das ein echter Fortschritt.

Launch der neuen Smartwatches im Sommer 2026

Samsung wird die Galaxy Watch Ultra 2 vermutlich im Sommer 2026 zusammen mit dem Galaxy Z Fold 8 und Z Flip 8 vorstellen. Wann genau das Unpacked Event stattfindet, ist noch offen.

Die normale Galaxy Watch 9 bleibt wohl beim hauseigenen Exynos W10 (W1000). Der gleiche Chip steckt schon in der Watch 8, Watch 7 und der ersten Galaxy Watch Ultra.

Samsung zieht hier eine klare Linie: Die Ultra-Serie bekommt Premium-Hardware von Qualcomm, die Standard-Modelle bleiben bei bewährten Exynos-Chips.

Galaxy Watch Ultra 2 dürfte spannend werden

Samsung scheint für seine nächste Top-Smartwatch dieses Jahr etwas größeres zu planen. Die Galaxy Watch Ultra 2 wird nicht einfach etwas schneller oder hat ein paar neue Features. Sie ermöglicht Dinge, die vorher schlicht nicht möglich waren: AI direkt auf der Uhr, Satelliten-Kommunikation und damit echte Unabhängigkeit vom Smartphone. Das wäre dann doch ein ziemlicher Schritt nach vorn.

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